Freitag, 23. Februar 2018

herzerwärmend und "Fantastisch"


Rezension zu "Eine Liebe ohne Winter" (Carrie Hope Fletcher)


Titel:                      Eine Liebe ohne Winter

Autor:                    Carrie Hope Fletcher
Verlag:                   Diana Verlag
Ausgabe:              Klappenbroschur
Preis:                     12,99€

Seiten:                   368

Sterne:                   4
























Inhalt:

Evie Snow und Vincent Winters fühlen sich sehr zueinander hingezogen, doch Evie´s Familie möchte diese Beziehung nicht unterstützen und treibt ihre Liebe auseinander. 
So vergeht ein Leben mit einer großen Lücke. Ein Leben ohne wirkliche Nähe zu einem Menschen und ohne Perspektive. 

Doch was wäre, wenn es noch eine letzte Chance geben würde, die Vergangenheit zu ändern und der wahren Liebe ihr Herz zu öffnen? 


Meine Meinung: 

Ich hätte nicht gedacht, dass die noch sehr junge Autorin "Carrie Hope Fletcher" solch eine schöne warme Sprache aufs Papier bringen kann. Ich empfand den Schreibstil einfach wundervoll und die Protagonisten Evie, Vincent und Jim musste man sofort ins Herz schließen. Die zarte Liebe zwischen Evie und Vincent haben mir an manchen Stellen eine Gänsehaut beschert.

Und was ich besonders schön und einzigartig fand: Die kleinen fantastischen Einlagen, die sich die Geschichte zu nutze gemacht hat. Ein Täubchen, dass sie Liebesbriefe der Beiden auf seinen Körper trug. Der Baum, der Evie´s Herz bewachte, die Bilder, die plötzlich lebendig wurden. 
Nicht zu übertrieben, aber dennoch gerade zu perfekt für diese liebevolle, warmherzige Story. 

Auch wenn ich nicht unbedingt an übernatürliches glaube oder generell eher der pragmatische Typ bin, hat mir die Autorin ein gutes Gefühl geben können und teilweise konnte ich sogar ein wenig Hoffnung verspüren. Hoffnung, dass das Leben nach dem Tode sich wirklich so gestalten könnte, dass man die Menschen, die man tatsächlich liebt, wiederfinden wird, dass man niemals alleine im Jenseits verbringen muss. Ein wenig Glauben kann nicht schaden!  


Fazit: 

Eine herzerwärmende "fantastische" Geschichte über zwei Menschen, die sich endlich nach dem Tod vereinen können und die einem aufzeigen, dass eine Liebe niemals verloren ist. 
Der zarte Schreibstil und die wunderbare Sprache der jungen Autorin, sowie die gesamte Ausschmückung des Romans haben wir unglaublich gut gefallen und deswegen vergebe ich auch gerne 

4 Sterne ! 










Donnerstag, 15. Februar 2018

Die Autorin bedient sich einer schwierigen Sprache


Rezension zu "Seelenkinder" (Sarah Hilary)


Titel:                      Seelenkinder

Autor:                    Sarah Hilary
Verlag:                   btb Verlag
Ausgabe:              Taschenbuch
Preis:                     9,99€

Seiten:                   480

Sterne:                   4




Inhalt:

Im Garten der Familie Doyle befindet sich ein sehr alter Londoner Bunker, in dem zwei Kinderleichen gefunden werden. Wer waren die beiden Jungs und warum hat man sie lebendig begraben? 

Wenige Tage später sind plötzlich auch die beiden Kinder der Familie Doyle verschwunden. Detective Marnie Rome steht unter Druck, denn nun zählt wahrlich jede Sekunde. 


Meine Meinung: 

Wenn man den ersten Teil der Marnie-Rome-Reihe nicht gelesen hat, kann man manchen Geschehnissen kaum folgen. Leider wusste ich dies nicht und habe mich einfach mal in diese Geschichte fallen lassen. Die Stellen, an denen von der Vergangenheit geredet wird sind genauso schwer nach zu vollziehen wie andere Situationen, die mit mir nicht bekannten Sätzen umschrieben worden. Das erschwert ungemein das zügige Lesen und ich musste teilweise über einige Zeilen zweimal oder mehr drüber schauen. 

Der Schreibstil der Autorin bediente sich einer Sprache, mit der ich gerade am Anfang des Buches enorme Schwierigkeiten hatte, doch ab der Mitte hin schien es mir als lockerte er sich sichtlich und dann kam auch Spannung und der Lesefluss, den ich so liebe, auf. Auch wenn meiner Meinung nach einige Logikfehler zu finden waren, konnte mich der Roman dann letztendlich doch sehr fesseln. Natürlich gibt es haufenweise Kriminalromane oder Thriller, die so ähnlich wie "Seelenkinder" aufgebaut sind. Aber dennoch bin ich dessen nie überdrüssig. 

Der Fall an sich hätte man noch ein wenig mehr ausbauen können und auch, da ich den ersten Teil nicht gelesen habe, blieben meinen Sympathien für jegliche Protagonisten erstmal verpackt, verpackt in einem Bunker. Aber dies ändert sich vielleicht mit den weiteren Geschichten, sollten denn noch welche folgen. 


Fazit: 

Kein ungewöhnlicher Thriller, obwohl die Sprache doch anfangs sehr gewöhnungsbedürftig erscheint. Man sollte aber unbedingt den ersten Band gelesen haben, damit man ihm vollends folgen kann. Für mich kein Highlight, aber spannend genug um ganze 

4 Sterne 

zu vergeben ! 











Montag, 12. Februar 2018

Rosemarie und ihre Liebe


Rezension zu "Der Prinz aus dem Paradies" (Hera Lind)


Titel:                      Der Prinz aus dem Paradies

Autor:                    Hera Lind
Verlag:                   Diana Verlag
Ausgabe:              Taschenbuch
Preis:                     9,99€

Seiten:                   416

Sterne:                   4,5




Inhalt: 

Die fast fünfzigjährige Rosemarie bekommt von ihrem Sohn eine Reise nach Sri Lanka geschenkt. Dort lernt sie den charmanten gutaussehenden Kasun kennen und lieben. Er bittet Rosemarie ihn mit nach Deutschland zu nehmen und was anfangs einer wunderbaren romantischen Liebesbeziehung glich, wird immer wieder durch die Geldforderungen der Familie zu einem Streitthema zwischen den beiden Verliebten. 

Ohne etwas geahnt zu haben verschwindet Kasun eines Tages spurlos. Warum ist er geflohen? Und gibt es für sie beide noch eine Chance? 


Meine Meinung: 

Ich bin gerade nach Weglegen des Buches ein wenig hin und her gerissen. Auf der einen Seite frage ich mich immer noch mit meinem gesunden Menschenverstand, wie naiv nur eine einzelne Person sein kann, um dies alles mit sich machen zu lassen. Die Protagonistin selber hat sich das nach überfliegen ihrer eigenen Geschichte auch gedacht. Doch die Situationskomik, die Hera Lind immer in ihren Büchern mit unter einbaut trösten einem über vieles hinweg. 

Ich muss sagen, obwohl zu gutmütige Menschen nicht unbedingt in meinem Umfeld zu finden sind, dass ich Rosemarie aber besonders ins Herz geschlossen habe. Ich hätte wohl eher mit ihr gelacht und geweint. Ihr meine Freundschaft angeboten und ihr gerne geholfen. Die Liebenswürdigkeit in ihr, die ich gespürt habe beim Lesen, die Hilfsbereitschaft und das große Verlangen nach Liebe machen sie für mich zu einer Art Person, die man einfach gernhaben muss. Auch wenn ich öfter den Kopf schütteln musste, hatte ich doch sehr viel Spaß beim Lesen. 

Gleich zu Beginn der Geschichte kommt man einfach nicht drumherum laut auf zu lachen. Man fliegt förmlich über die Seiten hinweg und für mich persönlich kam nicht einmal der Gedanke der Langeweile auf. Und das ist doch immer hin das Wichtigste. 


Fazit: 

Ein Roman nach einer wahren Begebenheit, auch wenn man dies manchmal kaum noch für möglich halten mag. Voller Situationskomik, aber auch nachdenklichen Ereignissen. 
Locker leicht und keinesfalls langweilig erzählt Hera Lind die Geschichte von Rosemarie Sommer und ich kann sie nur wärmstens empfehlen, wer einfach mal in die Welt von Sri Lanka und einer etwas außergewöhnlichen Liebe zwischen zwei Menschen abtauchen möchte. Da ich viel viel Spaß beim Lesen hatte und Hera Lind als Autorin sehr mag, vergebe ich gerne ganze 

4,5 Sterne ! 










Freitag, 9. Februar 2018

Geschwollener Schreibstil, gefühlskalte Protagonisten


Rezension zu "Das Licht der Insel" (Jean E. Pendziwol)


Titel:                     Das Licht der Insel 
Autor:                   Jean E. Pendziwol
Verlag:                 Penguin Verlag
Ausgabe:              Taschenbuch 
Preis:                    10,00€


Seiten:                  416
Sterne:                 2





Inhalt:

Die Zwillingsgeschwister Emily und Elizabeth wachsen mit ihren Brüder Peter und Charlie auf Porphyry Island auf. Ihr Vater ist der dortige Leuchtturmwärter. 
Emily ist eher in sich gekehrt und spricht kein einziges Wort, während Elizabeth die Verantwortung für sie übernimmt. Die beiden sind unzertrennlich und ihr Bruder Charlie gibt ihnen ein Gefühl der Sicherheit. Bis eines Tages ein fürchterliches Ereignis dazu führt der wunderbaren Idylle ein jähes Ende zu setzen. 

Siebzig Jahre später und immer noch kein Wortwechsel zwischen Elizabeth und ihrem Bruder Charlie. Sein Boot wurde angeschwemmt und die inzwischen alte Dame geht davon aus, dass er sicher auf dem Weg nach Porphyry war. Doch was wollte er dort nach all den Jahren? 


Meine Meinung: 

"Das Licht der Insel" ist ein Roman, der mir persönlich aufgezeigt hat, dass ich in meinem Lieblingsgenre nicht immer willkommen bin. Der Schreibstil der Autorin hat mich regelrecht überrannt und ich konnte manchmal gar nicht den niedergeschriebenen Worten folgen. Auch habe ich die Warmherzigkeit vermisst, welches gerade in solchen Romanen sehr oft zu finden ist. 

Die Geschichte selbst konnte mich auch nicht überzeugen, mir kamen viele Ungereimtheiten in den Sinn. Vor allen aber die Gefühlskälte der Eltern gegenüber ihren Kindern. Das Tagebuch des Vaters war ebenso voller Emotionslosigkeit, dass ich schon fast keine Lust mehr verspürte weiter zu lesen. 

Morgan, das Mädchen ohne Perspektiven, die im Altersheim Elizabeth kennen lernt und urplötzlich herausfindet, dass sie indirekt mit ihr verwandt ist, verhielt sich meiner Meinung nach auch nicht regelkonform. Elizabeth selber verhielt sich nicht wie eine alte Dame, die ihr Leben lang fast nur Trauer empfand. 

Ich wurde mit keinen der Protagonisten wirklich warm, niemand von ihnen konnte mich überzeugen und auch die Autorin leider ebenso wenig. Ein geschwollener Schreibstil, der zu weit abdriftet und Erzählungen, die mich langweilten. Sehr schade, denn ich fühle mich ansonsten sehr heimisch in diesem Genre. 


Fazit: 

Geschwollener, kaum überzeugender Schreibstil, ebenso wenig die Protagonisten, welche mir persönlich eher gefühlskalt herüberkamen. Das große Geheimnis kam erst zum Schluss und wer gleich zu Anfang Spannung erwartet, wird meiner Meinung nach eher enttäuscht zurück gelassen. Für mich ein kleiner Fehltritt, der mich kaum überzeugen konnte und deswegen kann ich auch nur 

2 Sterne 

vergeben ! 









Freitag, 2. Februar 2018

Solider Kriminalroman mit außergewöhnlichen Ermittlern


Rezension zu "Dein Tod komme" (Faye Kellernman)


Titel:                     Dein Tod komme 
Autor:                   Faye Kellerman
Verlag:                 HarperCollins Verlag
Ausgabe:              Klappenbroschur 
Preis:                    12,99€


Seiten:                  480
Sterne:                 4



























Inhalt: 

Als Rina Decker im Wald über eine Leiche stolpert informiert sie sofort ihren Mann, der nun bei der örtlichen Polizei aushilft. 

Nach genauerer Untersuchung des Wanderweges werden noch zwei weitere leblose Körper gefunden und alle drei Leichen scheinen im nahen College studiert zu haben. 

Rina mischt sich in die Ermittlungen ihres Mannes ein und als Dozentin liegt es nahe sich am College um zu schauen. Doch was sie nicht ahnt: Sie begibt sich bald selbst in höchste Gefahr. 


Meine Meinung: 

Zum einen muss ich erstmal anmerken, dass es sehr schwierig ist einen Folgeroman zu lesen, wenn man die Vorgeschichte nicht kennt. Oftmals spielt es in diversen Kriminalromanen keine allzu große Rolle, doch hier in diesem schon. Aber wer möchte schon über 23 Bände vorher lesen um einiges erklärt zu bekommen. Da hätte man eventuell drauf achten können, denn neue Leser sind doch sicher stets willkommen. Dies war für mich persönlich sehr störend in Bezug auf die Lebensgeschichte von Rina und Peter Decker. So konnte ich kaum Beziehung zu Beiden aufbauen. 

Den Fall an sich fand ich gleich von Anfang an sehr spannend, wobei ich im Nachhinein doch feststellen muss, dass zum Ende hin für mich der Eindruck entstand, man wolle schnell den Roman beenden. Auf den ersten Seiten und vielen Kapiteln wird über das erste Opfer enorm viel berichtet und recherchiert. Dann kommen viele neue Namen und Opfer hinzu und man kommt richtig durcheinander. 

Die Aufklärung des Falls war für mich auch nicht ganz schlüssig, vor allen Dingen weil es nur von einer Sicht erzählt wurde, was hatte der wirkliche Täter dazu zu sagen? Das hätte mich am meisten interessiert. Und das Ende fand ich viel zu schnell abgehandelt. Der Gesamteindruck und die vielen positiven Eindrücke am Anfang des Kriminalromans haben mich aus diesen Gründen dazu bewogen doch keine hundertprozentige Weiterempfehlung aussprechen zu können. 

Aber der Schreibstil, die detaillierten Angaben und auch Beschreibungen der Charaktere konnten mich für sich einnehmen und ich hatte auf dieser Ebene eine Menge Spaß mit "Dein Tod komme". Zumal auch Rina, Decker und McAdams sich gerne gegenseitig stichelnd anspornen. Ein wenig Humor in solchen doch oftmals trüben und traurigen Romanen kann niemals schaden. 


Fazit: 

Ein solider Kriminalroman, der schon der Protagonisten wegen aus der Rolle fällt. 
Spannend erzählt, detailliert beschrieben und humorvoll an den richtigen Stellen. 
Doch ohne Vorkenntnisse schwierig den Ermittlern, dem Ehepaar zu folgen. 
Das Ende hätte etwas mehr ausgearbeitet sein dürfen. 
Dennoch für mich keinerlei Zeitverschwendung, im Gegenteil,
und darum vergebe ich auch gerne ganze 



4 Sterne ! 















Freitag, 26. Januar 2018

Unglaubwürdige Geschichte und langatmige Szenen


Rezension zu "Fremde Tochter" (Michel Bussi)


Titel:                     Fremde Tochter 
Autor:                   Michel Bussi
Verlag:                 Aufbau Verlag
Ausgabe:              Klappenbroschur 
Preis:                    14,99€



Seiten:                  528
Sterne:                 3





Inhalt:

Clotilde und ihre Familie verbringen im Sommer 1989 ihre Ferien auf Korsika. Nur Tage später stürzen sie allesamt mit dem Wagen einen Abhang hinunter. Die einzige Überlebende: Clotilde.

27 Jahre später kehrt sie mit ihrem Mann und ihrer Tochter an den Ort des Geschehens zurück.
Plötzlich erhält Clotilde anonyme Briefe mit der Handschrift ihrer Mutter. Aber wie kann das sein? Sie hat doch mit eigenen Augen gesehen, dass auch sie im Wagen saß. Das keiner ihrer Familie überleben konnte. Spielt ihr jemand einen Streich oder was war wirklich im Sommer 1989 geschehen? Clotilde macht sich auf die Suche nach der Wahrheit !


Meine Meinung: (Achtung: SPOILER)

Verführt durch den Klappentext wollte ich mich auf eine großartige Reise begeben. Eine Reise durch die Wirren der Menschheit, durch die Psyche dessen.
Ich kenne die meisten Werke von Michel Bussi und habe meist, bis auf das Ende, nichts an seinen Romanen auszusetzen gehabt. Aber "Fremde Tochter" konnte mich schon gleich auf den ersten Seiten kaum überzeugen. 

Zwischen all den Mutmaßungen ob Clotilde ihre Familie durch einen Unfall oder durch Sabotage verloren hat, zwischen den Fragen wer der Schreiber der Briefe sei und ob ihre Mutter tatsächlich noch leben könnte, fand ich nur gähnende Langeweile. Zudem kann ich mir kaum vorstellen, dass ein 15jähriges Mädchen so geschwollen ein Tagebuch führt. In diesem Alter sicher nicht, auch noch die Logikfrage zum Ende hin. Kann sie in die Zukunft sehen? Woher wusste sie denn, dass sie am besagten Tag ihre Familie verlöre? So stand es am Ende ihres geführten Tagebuchs. Ich weiß nicht ob "Michel Bussi" dies nicht aufgefallen ist oder vielleicht die Übersetzung nicht richtig durchgeführt wurde. Meines Empfindens nach jedenfalls ein großes Minus.

Zudem kommen noch die langgezogenen Beschreibungen der Gegend. Bildlich vorstellen konnte ich mir sie dennoch nicht, da sie einfach platt aber dafür unendlich lange beschrieben wurden.

Ich muss ehrlich zugeben, dass dieser Roman mich mehr gelangweilt denn erstaunt hätte. Für mich das bisher schlechteste Buch des Autors. Sonst konnte er mich immer sofort in seinen Bann ziehen, mit "Fremde Tochter" leider gar nicht.

Einzig und allein die Tatsache, dass ich wissen wollte, ob Clotildes Mutter tatsächlich noch lebt oder nicht, wer für diesen Unfall verantwortlich war, haben mich am Weglegen des Buches gehindert. Wirklich schade, denn es hätte so gut werden können.

Alle Protagonisten, bis auf Clotilde fand ich auch sehr unscheinbar, eher sogar unsympathisch. Ich konnte keinerlei Beziehung mit irgendeinem Charakter aufbauen und so konnten auch keinerlei Emotionen entstehen.

Und dann das verheerende Ende: Warum sollte ein Vater, dessen Sohn sich eines Unfalls schuldig gemacht und sich deswegen das Leben genommen hat nach Jahren dazu entschließen sich an unschuldigen Personen zu rächen? Weil er seinen guten Ruf nicht verlieren wollte, weil man immer noch seinen Sohn als Verdächtigen entlarven könnte? Und dass obwohl der Vater selbst nicht mehr lange zu leben hat? Irgendwie für mich unverständlich und total absurd. Dadurch hat für mich das gesamte Werk an Glaubhaftigkeit verloren.


Fazit: 

Mich konnte "Fremde Tochter" kaum überzeugen. Viele langgezogene und unwichtige Szenen, kaum greifbare Charaktere und eine komplett absurde Geschichte. Gerade zum Ende hin kaum noch glaubhaft. Sonst bin ich bessere Romane von "Michel Bussi" gewohnt und weil ich diesmal kaum Lob aussprechen kann, werde ich auch nur


3 Sterne vergeben ! 







Montag, 22. Januar 2018

Die Rache ist mein


Rezension zu "The Fourth Monkey" (J.D.Barker)


Titel:                     The Fourth Monkey 
Autor:                   J.D.Barker
Verlag:                 Blanvalet Verlag
Ausgabe:              Klappenbroschur 
Preis:                    14,99€



Seiten:                  544
Sterne:                 4,5




Inhalt:

Detective Sam Porter hat es mit einem ganz gerissenen Serienmörder zu tun. Seit über 5 Jahren versetzt er ganz Chicago in Angst und Schrecken.
Bei einem Busunglück mit einem unbekannten Toten wird ein Päckchen und das Tagebuch des Mörders, welcher als Four Monkey Killer bekannt wurde, entdeckt. Ist der Tote tatsächlich der Serienkiller?
Sam Porter, in der Hoffnung das jüngst verschwundene Opfer zu finden, verfolgt die perfiden Gedanken eines kranken Psychopathen und liest dessen Tagebuch. Ob er es schafft ein erneutes grausames Ende verhindern zu können und das Opfer rechtzeitig zu retten?


Meine Meinung: 

Endlich wirklich mal wieder ein Thriller, der einem mitreißen kann und der nicht üblicherweise klischeehaft endet. Ich bin schon müde über die immer gleich endenden Romane, die immer gleiche Ermittlungsarbeit und die darauffolgenden actionreichen Szenen. Bei "The Fourth Monkey" ist dies ein wenig anders, vor allen Dingen die Abwechslung zwischen den Tagebucheinträgen des Killers und die wertvolle Ermittlungsarbeit von Sam Porter und seinem kleinen aber recht angenehmen Team.

Dieser Thriller kommt ohne viel Action aus und lässt einem dennoch nicht los. Der unglaublich realistische Schreibstil und die Lebendigkeit des Detectives Porter geben einem das Gefühl, dass man mitten im Geschehen sei. Also nicht unbedingt für schwache Nerven zu empfehlen. Andererseits auch gar nicht so grausam, wie man anhand des Klappentextes vermuten könnte.

Wirklich überzeugen konnten mich auch die Gedanken von Emory, dem jüngsten Entführungsopfer. Wie selten trifft man auf solche Zeilen, die einem das Blut in Wallung bringen. Meist sind es nur die Ermittler, von denen gesprochen wird und die Polizeiarbeit sich oftmals arg lange hinzieht. Deswegen bin ich für jeden Thriller dankbar, bei dem ich meine Zeit nicht verschwende und ich das Gefühl bekomme, etwas außergewöhnliches lesen zu dürfen.

Ein unerwartetes Ende lassen wirklich auf viel viel mehr hoffen und ich werde mit Sicherheit auch die noch folgenden Bände des Autors lesen, sobald sie erscheinen.


Fazit: 

Für Thrillerfans oder die, die es noch werden wollen. Für Thrillerfans, die mal keinen klischeehaften Roman entdecken und für all diejenige, die gerne große Spannung verspüren möchten. Ich finde J.D.Barker hat mit "The Fourth Monkey" ein tolles Werk geschaffen und weil es mir unglaublich viel Spaß (kann man davon eigentlich bei dieser Thematik reden?) bereitet hat, und ich vom Ende doch überrascht war, vergebe ich sehr gerne


4,5 Sterne !